Verlegung StadtMuseum Bonn ins Karstadthaus: Haus & Grund begrüßt Unterstützung durch City-Konferenz (28.10.2020)

Der in der städtischen City-Konferenz geäußerte Vorschlag, das Stadtmuseum in die oberste Etage von Karstadt zu verlegen ist nicht neu.

Er greift eine Idee auf, die Rechtsanwalt Dirk Vianden, Vorsitzender von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, bereits im September in einem politischen Rechenschaftsbericht vor der Mitgliederversammlung der Eigentümergemeinschaft unterbreitet hatte. Die Karstadt Schließung solle als Chance für Kultur und Kommerz genutzt werden, sagte er am 19. September. In seiner Rede formulierte er klare Vorstellungen zur Entwicklung der Bonner City und drückte die Erwartung aus, dass der Karstadt-Auszug in der Stadtmitte als Chance für Kultur und Stadtgeschichte genutzt werde.

Wenn im Viktoriakarree gebaut werde, brauche das StadtMuseum Bonn einen neuen Ort. Die Einrichtung, die die historische Geschichte der Stadt abbilde, passe in das Karstadtgebäude und damit in den geographischen Bereich, aus dem die Stadt heraus geschichtlich entwickelt wurde. „Dieses großartige, aber von der Stadtspitze wenig protegierte Haus passe in die obersten Stockwerke“, hatte Vianden damals formuliert.

Der Vorsitzende von Haus & Grund begrüßt nun, dass sein Vorschlag in der City-Konferenz Unterstützung gefunden hat. Zu denen, die sich seiner Forderung anschlossen gehörten u.a. Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, sowie Architekt Nikolaus Decker, Vorsitzender von Haus & Grund Bad Godesberg.

Dirk Vianden erwartet, dass die für die Zukunft von City, Karstadt und Museum zuständigen städtischen Beschäftigten unter professioneller Führung einen Diskussionsprozess über Konzeption und Verlagerung des Stadtmuseums in die Wege leiten, der sich nicht in der Debatte erschöpft, sondern zielgerecht mit der Eigentümerin der Liegenschaft einen Lösungsweg erschließt.

Gleichzeitig äußert sich Dirk Vianden, der auch Vorsitzender des Fördervereins Stadtmuseum ist, kritisch zu den Plänen der Kulturdezernentin Birgit Schneider-Bönninger, das Präsenzmuseum in heutiger Form aufzugeben, Stellen einzusparen und ein Geschichtslabor anzukündigen, von denen noch niemand weiß, was darin untersucht werden solle.


Verantwortlich:
Dirk Vianden
Vorsitzender
Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg e.V.