Regionale Kooperation ist das Gebot der Stunde (25.03.2013)

Eine enge und strukturierte Kooperation in der Bonn-Region ist das Gebot der Stunde. Diese Auffassung vertritt der Vorsitzende von Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg, Prof. Hans-Rudolf Sangenstedt. „Wir brauchen Umland-Konstruktionen wie z.B. in Hannover, Stuttgart oder Aachen. Hier blieb die Selbständigkeit der Städte erhalten. Wichtige Aufgaben aber wurden an den Regionalverband verlagert“. Auch Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis brauchten Veränderungen und einen Neustart für die künftige kommunale Zusammenarbeit.

Er fordert die politischen Eliten in den Kommunalparlamenten und Verwaltungsspitzen zwischen Voreifel, Rhein und Sieg auf, sich ernsthaft mit dem Vorschlag des FDP-Landtagsabgeordneten Joachim Stamp auseinanderzusetzen und alsbald zu einem Neuanfang aufzubrechen. „Nicht Fusion, sondern enge Kooperation ist das Gebot der Stunde“ betont der Vorsitzende der Eigentümerschutz- gemeinschaft, der in Stadt und Kreis 6000 Mitglieder organisiert. Eine Novellierung des Raumordnungsgesetzes von 1969 hält Sangenstedt für utopisch. Um die Kräfte der Region koordinierter zu entwickeln, die Potentiale optimal einzusetzen, das Miteinander zu stärken, das Gegeneinander zu überwinden, reiche eine enge Kooperation. Trost für Amtsinhaber: „Die Bürgermeister sollen ruhig alle ihre Amtsketten behalten und die Stadtverordnete ihre Plätze in den Ratssälen“, schrieb Sangenstedt im Editorial der neuesten Ausgabe von Haus & Grund Aktuell.

Eine Reihe wichtiger Themen, z.B. den Wohnungsbau, die Verkehrsplanung, aber auch Infrastruktur wie Schulen, Kindergärten, Kulturprojekte, ließen sich besser planen und gerechter finanzieren, wenn die Planungskompetenz bei einem Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg liege. Haus & Grund-Befund der bisherigen Zusammenarbeit: "Sie läuft bisher eher schlecht und basiert auf absoluter Freiwilligkeit“

Rückfragen: Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten