Sanierung der Nordbrücke: Niederkassel darf nicht von Bonn abgeschnitten werden (17.02.2014)

 Die vom Landesbetrieb Straßen geplante Totalsperrung der Nordbrückenauffahrt Beuel-Süd ist für Niederkassel nicht hinnehmbar. Diese Auffassung vertritt Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg. Die Wohngebiete in dem aufstrebenden Entwicklungsbereich zwischen Bonn und Köln, in denen viele lebten, die in den großen Städten arbeiteten, dürften nicht von Bonn abgeschnitten oder durch unzumutbar lange, stauanfällige Umleitungen geführt werden, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Hergarten. Es sei eine Frage intelligenter Planungen, für die es genügend Zeit gegeben hätte, die Baustelle und den Verkehr so zu führen, dass eine Zufahrt von Mondorf, Rheidt und anderen Niederkasseler Wohngebieten in die Bundesstadt möglich bleibt. Hergarten betonte die Pflicht der Straßenplaner, nicht nur Statik und Optik von Straßen und Blicken, sondern auch die Folgen ihrer Baumaßnahmen für die Vitalität von anliegenden Städten und Gemeinden im Blick zu haben.


Für Niederkassel werde eine Grenze überschritten. Die Zeiten, als man die Ortschaften „hinter der Sieg" noch auf dem „Balkan" wähnte seien seit dem Bau der Siegbrücke vorbei. An diese Zeiten können sich, wer mag, sentimental erinnern, als die Mondorfer Fähre die einzige Fahrverbindung nach Bonn darstellte, sie dürften aber nie mehr real werden, so Hergarten. Bereits in der Veranstaltung „Haus & Grund vor Ort" hatte die Eigentümerschutzgemeinschaft die Bemühungen von Bürgermeister Stephan Vehreschild unterstützt, die Zufahrt nach Bonn wenigstens eingeschränkt zu erhalten. „Sie völlig zu kappen ist unverantwortlich", sagte Hergarten.


Verantwortlich:
Helmut Hergarten, Hauptgeschäftsführer
Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg e.V.